exakte Medizin

Mit Kaffee fit oder nervös?

Im Blogeintrag „Kaffee nein, Rauchen ja – ein Unsinn” habe ich dargelegt, wie unsinnig das Kaffeeverbot in der Homöopathie ist. Unabhängig davon kommt es immer wieder zu Diskussionen um den Kaffee als Fitmacher.

Die meisten Deutschen konsumieren täglich Kaffee. Manche vertragen ihn gut, manche brauchen ihn, manche missbrauchen ihn. Wenn man das wissenschaftlich in der Praxis beobachtet, kann man drei Gruppen von Reaktionstypen beobachten:

  • Typ 1 trinkt täglich Kaffee und merkt (fast) nichts davon, er kann ihn weglassen, es ändert nichts.
  • Typ 2 trinkt täglich Kaffee, er ist mit Kaffee ganz anders zu Wege, dynamischer, präsenter, schneller. Ohne Kaffee ist er müder und langsamer.
  • Typ 3 trinkt täglich Kaffee, er ist nicht nur schneller und präsenter, er ist regelrecht euphorisiert und schwebt auf Wolke Sieben. Bei ihm zeigt sich der Kaffee als die Droge, die Fürsten so schätzten wie heute Arbeitgeber, weil der Drogenkonsument – im Gegensatz zum Alkohol – arbeitsfähig blieb. Diese euphorisierende Wirkung zeigt sich aber leider nur initial. Je öfter Typ 3 den Kaffee trinkt, umso weniger machte dieser ihn dynamisch. Vielmehr reagiert er nun zittrig, fahrig und schwächelnd. Oft merkt er das lange nicht konkret und trinkt weiter Kaffee in der Erinnerung, wie gut der Kaffee ihm anfangs tat.

Einem Typ 3 schenkt der Kaffee statt Fitness eine irritierende Überreizung. Was tun?

Wenn Sie merken sollten, dass Sie zur 3. Kategorie gehören, machen Sie am besten erst einmal das, was alle Drogenkonsumenten dann tun: Entzug. Der ist beim Kaffee glücklicherweise schnell vorüber. Nach 2-3 Tagen ist alles wieder beim Alten, nur das Nervensystem braucht noch etwas Zeit zum Regenerieren. Und danach trinken Sie Kaffee besser nicht regelmäßig, sondern nur ab und zu, und freuen sich an der so ausgelösten Euphorie. Wenn Sie dann nicht wieder in den regelmäßigen Konsum einsteigen, sondern es beim Hin und Wieder belassen können, haben Sie mehr Freude am Kaffee als alle anderen, die Ihre Euphorie kaum nachempfinden können.

Sie interessiert das Thema? Es gibt eine CD von mir voller Infos zum Thema mit dem Titel „Kaffee und Cortison – Drogen unserer Zeit – Träume unserer Zeit”.

Freundlichen Gruß!
Walter Köster